Altenpflege erwartet Hilfestellungen bei der Fachkräftebindung

Altenpflege erwartet Hilfestellungen bei der Fachkräftebindung

26. Oktober 2018 Aus Von Marcel

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung sagt privaten Pflegeträgern in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung zu

Private Pflegedienste und stationäre Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern erwarten konkrete Unterstützung bei ihrem Engagement für attraktive Arbeitsbedingungen in der Pflege. Das machte der Vorstand der hiesigen Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bei einem Gespräch mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, deutlich.

„Wenn die Politik derzeit vor allem die Personalausstattung in den Krankenhäusern fördert, erwarten wir ähnliche Hilfestellungen, damit die Altenpflege nicht der Personal-Selbstbedienungsladen der Kliniken wird“, sagte der mecklenburgische Landesvorsitzende Michael Händel. „Der bpa sichert mit seinen neuen Arbeitsvertragsrichtlinien eine leistungsgerechte Bezahlung der Pflegenden. Diese Bemühungen müssen natürlich von der Politik unterstützt und von den Kostenträgern refinanziert werden.“

Nach dem vom Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt vermittelten Dialog mit den Inhabern von ambulanten und stationären Pflegeunternehmen sagte Staatssekretär Andreas Westerfellhaus diese Rückendeckung zu. „Die bereits laufenden Bemühungen der Betreiber um noch attraktivere Arbeitsbedingungen wollen wir mit einem Instrumentenkasten an Maßnahmen zur Personalbindung und -entlastung ergänzen, die es gerade kleineren Unternehmen möglich machen, attraktiv für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sein. In der Altenpflege fehlen schon jetzt zehntausende Fachkräfte“, so der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung.

Westerfellhaus und der bpa-Landesvorstand vereinbarten, bei der Umsetzung dieser Maßnahmen und bei weiteren Themen wie der Refinanzierung der Arbeitsvertragsrichtlinien oder dem Abbau von regionalen Unterschieden innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns im Gespräch zu bleiben. „Wir haben das gemeinsame Ziel, möglichst gute Arbeitsbedingungen in der Altenpflege zu bieten. Es ist wichtig, dass die Politik ihre Maßnahmen dabei auf die Erfahrungen der Betreiber in der Praxis stützen kann“, sagte der bpa-Landesvorsitzende Händel.